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"Sustainable Sourcing"

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Eva Lenser in BrasilienEva Lenser in BrasilienMein Name ist Eva Lenser und ich habe mein Praktikum 2013 in Brasilien bei Natural Fashion gemacht. Die Bekleidungsfirma Natural Fashion befindet sich im Norden Brasiliens, in der 350.000-Einwohner-Stadt Campina Grande.

Natural Fashion ist ein umweltbewusstes Unternehmen, welches großen Wert auf faire Konditionen und Nachhaltigkeit legt. Die Firma gehört der Kooperationsgemeinschaft Coopnatural an: ein Zusammenschluss von insgesamt 23 kleineren Bekleidungsfirmen/Schneidereien aus der Gegend. Diese kaufen bio-zertifizierte Baumwolle zu fairen Preisen von Kleinbauern auf.

Ein Mitarbeiter der FirmaGleich zu Anfang meines Aufenthaltes hat meine Chefin Maysa mich mit zu einem der Höfe genommen. Es war sehr interessant die Arbeit und die Umstände selbst zu sehen. Natural Fashion verkauft neben Kleidung auch Handarbeitsgegenstände wie Dekorationsartikel, Plüschtiere, Schmuck. Diese werden extern von Handarbeitern aus verschiedenen Städten hergestellt. Eine davon habe ich kennengelernt. Sie hat ihre Arbeiten während meines Aufenthaltes dort in der Firma abgeliefert.

Bei Natural Fashion direkt arbeiten insgesamt 11 Personen. 7 im Bereich Controling, Administration und Service. Und vier für die Produktion. Neben ihrem Internetauftritt haben sie auch eine Verkaufsfläche. Weitere Läden sind geplant. Außerdem verkaufen sie an Händler in Deutschland, Italien, Spanien, Norwegen, Schweiz und Holland. Pro Jahr werden zwei Kollektionen herausgebracht, wofür als Designerin immer eine Praktikantin eingestellt wird. Ich war aber die erste Ausländerin.

Ein Mitarbeiter der FirmaZudem produzieren sie für externe Firmen. Feste Kunden sind die amerikanischen Funsportfirmen Volcom, Hurley und Billabong. Sie nähen deren Organic Cotton Linie.

Die Besonderheit der Kooperative ist, dass sie im Schwerpunkt mit natürlich gefärbter Baumwolle arbeitet. Diese gibt es in Creme, Braun- und Grüntönen. Die Ursprünge dieser bunten Baumwolle liegen schon 5.000 Jahre zurück. Entwickelt hat sie sich vor allem in Zentral- und Südamerika. Da in der Zeit der Industrialisierung günstige chemische Farbstoffe entwickelt wurden, war es wirtschaftlicher weiße Baumwolle zu züchten und diese im Nachhinein beliebig zu färben. Um 1900 hatte die weiße Baumwolle die farbige auf dem Markt verdrängt. In den 90er Jahren änderte sich jedoch das Umweltbewusstsein und der Kunde bevorzugte chemikalienfreie Baumwolle. Die natürlich gefärbte wurde somit wieder begehrt und vermehrt angebaut.

Mitarbeiter_innen der FirmaZurück zu meinem Praktikum: Bezahlung habe ich nicht erhalten, aber mir wurde die Unterkunft gestellt. Und zwar habe ich im Haus meiner Chefin im Gästezimmer wohnen können. Was deswegen auch sehr praktisch war, da ich jeden Tag mit ihr zur Arbeit fahren konnte. Frühstück und Abendbrot habe ich dort bekommen. Das Mittagessen wurde in die Firma geliefert, wofür ich ebenfalls nicht bezahlen musste. Alle Mitarbeiter waren sehr nett, aufgeschlossen und herzlich.

 

Im Haus meiner Chefin wurde ich offen in die Familie aufgenommen und durfte verschiedenste Feiern und Veranstaltungen miterleben. Dadurch hatte ich einen tollen Einblick in deren brasilianisches Leben. Sogar bei einer Hochzeit war ich dabei.

Meine Aufgabe war es wie schon erwähnt die Kollektion zu entwerfen. Das Design sollte so gehalten werden, dass es an die breite Masse verkauft werden kann. Nicht zu aufwändig oder extravagant, aber dennoch mit kleinen Besonderheiten, um sich abzuheben. Als Arbeitsplatz hatte ich einen großen Arbeitstisch in der Nähwerkstatt. Zugeschnitten und genäht wurde von den Mitarbeitern. Es gibt dort fünf Industrienähmaschinen. Außerdem auch einen kleinen Siebdruck-Bereich.

Fazit: Es war eine sehr positive Erfahrung zu sehen, dass ich das, was ich in meinem Studium gelernt habe, anwenden konnte. Es war z.B. auch sehr hilfreich, dass ich schon einen Siebdruck-Kurs absolviert hatte. So wusste ich wie ich an die Druckgestaltung herangehen musste. Außerdem habe ich natürlich Illustrator und Photoshop arbeiten müssen. Zudem habe ich sehr viel über die Kultur und Sprache lernen können. Ich habe eine Menge toller Menschen kennengelernt, zu denen ich den Kontakt beibehalten werde.

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