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"Sustainable Sourcing"

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2017

Mim Akter und Kalpona Akter. Foto: © FEMNET Mim Akter und Kalpona Akter. Foto: © FEMNET Nach dem Einsturz des Rana Plaza Fabrikgebäudes in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten war klar: „Es muss endlich etwas passieren!“ In der ersten Zeit nach dem Unglück konnten daher einige Verbesserungen der katastrophalen Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden. So zum Beispiel das gesetzlich verbindliche Abkommen „Bangladesh Accord on Fire and Building Safety“, das hinsichtlich der Gebäudesicherheit in den Fabriken ein durchschlagender Erfolg war. Jetzt hat jedoch die Aufmerksamkeit der Presse und der Konsument_innen langsam nachgelassen, die Regierung von Bangladesch hat Arbeitsrechte wieder von der Agenda gestrichen – und damit auch die Möglichkeit für eine Verbesserung der Lebensbedingungen von Millionen Arbeiterinnen. Während sich in punkto Gebäudesicherheit einiges getan hat, sind die Arbeitsbedingungen noch immer katastrophal, die Löhne reichen nicht zum Überleben und wenn sich die Arbeiterinnen für ihre Rechte einsetzen, wird dies von Regierung und Fabrikbesitzern oftmals brutal zurückgeschlagen.

Die von FEMNET organisierte Rundreise im Oktober 2017 sollte darauf aufmerksam machen, dass viele der hart erkämpften Arbeitsrechte in Bangladesch nun einfach wieder ignoriert und missachtet werden.

         

Nach der Fachtagung zu den Durchsetzungsmechanismen für Arbeitsstandards in der Bekleidungsindustrie – mit einem Fokus auf Bangladesch, begann die Multiplikator_innen-Schulung am 28.10.2017 mit einem kleinen Reaktionstraining, das auch die letzten schlafenden Zellen unserer Multiplikator_innen erwachen ließ.

Diesmal stand die Erarbeitung eines ganz neuen Moduls auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt: „Rechte von Kindern und Müttern in der Bekleidungsproduktion“ mit einem Fokus auf Indien und Bangladesch, konzipiert und ausgearbeitet von Sina Marx (FEMNET, Ansprechpartnerin Auslandsprojekte) und Annika Salingré (Multiplikatorin und Freiberuflerin im Bereich politische Bildung).

         

Angeregte Diskussion der Teilnehmer_innen der Fachtagung. Foto: © FEMNETAngeregte Diskussion der Teilnehmer_innen der Fachtagung. Foto: © FEMNET Für Dozent_innen modebezogener, wirtschafts­wissen­schaftlicher und päda­gogischer Studiengänge sowie für FEMNET-Multiplikator_innen und -Mitarbeiterinnen organisierte FEMNET am 27. Oktober 2017 eine Fachtagung, mit dem Ziel, transdisziplinären Austausch zu fördern und Durchsetzungsmechanismen für Arbeitsstandards in der Bekleidungsindustrie zu diskutieren. 39 Expert_innen waren in Bonn zusammengekommen, um zu diskutieren, wie es um die Arbeitsbedingungen in der bangladeschischen Bekleidungsindustrie derzeit bestellt ist und welche (handels-)politischen Entwicklungen damit einhergehen.

Einführend wurde die mitgebrachte Expertise aller Teilnehmenden betrachtet, indem sie ihr bereits vorhandenes Wissen zu Bangladesch und der dortigen Bekleidungsindustrie in Kleingruppen austauschten und vorstellten. Hier wurde deutlich, dass die Mehrheit der Teilnehmenden eine solide Grundlage an Kenntnissen mit in die Veranstaltung brachte.

         

Vortrag Gopinath Parakuni an der ISM. Foto: © FEMNET e.V.Gopinath Parakuni. Foto: © FEMNET e.V.Seit vielen Jahren kooperiert FEMNET mit der indischen Nichtregierungsorganisation Cividep, die sich für Menschen- und Arbeitsrechte stark macht. Die Organisation klärt Arbeiter_innen über ihre Rechte auf, bietet Trainings an, unterstützt sie juristisch bei der Durchsetzung dieser Rechte und in vielfältigen anderen Fragen. Sie organisiert Kampagnen und Protestaktionen und leistet mit Studien- und Forschungsprojekten einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung eklatanter Missstände.

         

Wer die Sustainable Development Goals erreichen will, muss auf Bildungsarbeit setzen - finden auch die Kolleginnen von Engagement Global. Foto: © FEMNET e.V.Wer die Sustainable Development Goals erreichen will, muss auf Bildungsarbeit setzen - finden auch die Kolleginnen von Engagement Global. Foto: © FEMNET e.V.Auf Einladung von Engagement Global haben wir von FEMNET unsere Bildungsarbeit an Hochschulen auf den diesjährigen European Development Days präsentieret. Auf der Messe in Brüssel am 7./8. Juni 2017 konnten wir Menschen aus aller Welt mit unterschiedlichen Formaten für unseren Ansatz begeistern, zu einer gerechteren Weltwirtschaft beizutragen.

 

         

Clara HanflandVom 17. April bis 15. Juli 2017 absolvierte Clara Hanfland ein Praktikum in Bangalore, Indien bei der FEMNET-Partnerorganisation CIVIDEP.

Hier ihr Bericht....

         

Logo mg ziehtanDie Nachwuchsmesse „MG ZIEHT AN“ – Go Textile! ist eine zweijährlich stattfindende, von der Hochschule Niederrhein ausgetragene Recruiting- und Innovationsmesse, die am 18. und 19. Mai 2017 am Campus Mönchengladbach veranstaltet wurde und dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feierte. Studierende und Schüler_innen hatten dort die Möglichkeit mit mehr als 100 Unternehmen in Kontakt zu treten, Vorträgen zuzuhören oder Workshops zu besuchen.

Als enger Kooperationspartner der Hochschule Niederrhein durfte sich FEMNET ebenfalls im Rahmen der MG ZIEHT AN vorstellen und vertrat dort zivilgesellschaftliche Interessen. An einem gemeinsam Stand mit „Fair Trade Town Mönchengladbach“ und dem hochschulinternen Forschungsprojekt EthNa (Ethik und Nachhaltigkeit - Kompetenzzentrum für CSR) wurde am FEMNET -Stand über kritischen Konsum, Nachhaltigkeit und öko-faire Kleidung diskutiert. Die Studierenden aber auch Schüler_innen, Dozenten_innen und Professor_innen zeigten reges Interesse an beiden Messetagen, sodass viel Infomaterial verteilt werden konnte und ein lebhafter Austausch stattfand.

         

Multischulung 2017. Foto: © FEMNET e.V.Multischulung 2017. Foto: © FEMNET e.V.Neues Projekt, neue Zielgruppe, neue Multiplikator_innen: Seit Januar 2017 richtet sich die Bildungsarbeit von FEMNET auch an Studierende der Wirtschaftswissenschaften und des Lehramts. Um dieser neuen Zielgruppe gerecht zu werden, haben wir unser bestehendes Team nun um Personen mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund erweitert. Bei unserer Schulung am 28. und 29. April 2017 durften wir neue Multiplikator_innen begrüßen, die alle ein BWL- oder VWL-Studium absolviert haben, solide Kenntnisse unserer inhaltlichen Themenschwerpunkte vorweisen konnten sowie Erfahrungen in der Bildungsarbeit mitbrachten.

         

Team 13 betreut von Yordan Kyosev (Hochschule Niederrhein, 3.v.l.) und Anne Neumann (FEMNET, 4 v.l.)Team 13 betreut von Yordan Kyosev (Hochschule Niederrhein, 3.v.l.) und Anne Neumann (FEMNET, 4 v.l.)Anne Neumann, Projektreferentin von FEMNET, betreute im Wintersemester 2016/17 erfolgreich ein Semesterprojekt der Hochschule Niederrhein. Die Studierenden bearbeiteten hierfür die Aufgabe „Transparenz in der Textilen Kette“.

         

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