Vom 18.11.-02.12.2013 besuchte das Projekt FairSchnitt von FEMNET e.V. gemeinsam mit zwei indischen Frauen (Anita Cheria und Maheshwari Murugan) insgesamt acht modebezogene Hochschulen, um über die Ausbeutung junger Frauen und Mädchen in indischen Spinnereien und Nähfabriken zu berichten. Die Vortragsreise – die auch zahlreiche Abendveranstaltungen beinhaltete – führte das FEMNET Team und seine Gäste von Nordrheinwestfalen über das Saarland, Baden Württemberg, Hessen und Berlin bis nach Niedersachsen.
Anita Cheria und Maheshwari Murugan sprachen mit den bis zu 100 anwesenden Studierenden über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen in den Fabriken Südindiens. In der anschließenden Diskussion erlebten die beiden Frauen sehr viel Interesse und Anteilnahme von Seiten der angehenden Modedesigner _innen, Modemanager_innen, Textilingenieur_innen oder Modejournalist_innen. Die Frage nach dem „Was kann getan werden?“ war dabei von zentraler Bedeutung und die Studierenden diskutierten die Rolle von Verbraucher_innen, Unternehmen und Regierungen.
Die indischen Gäste verabschiedeten sich von der Vortragsreise mit einer Menge Zuversicht im Gepäck: Die Veranstaltungen an den Hochschulen habe ihnen gezeigt, dass sich die Studierenden mit den Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern auseinandersetzen und ihre Rolle als zukünftige Entscheidungsträger_innen in den internationalen Modefirmen ernst nehmen, so Anita und Maheshwari. Dies gebe ihnen Hoffnung, dass eine sozial gerechte Modeindustrie irgendwann möglich sei!